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| Nairobifly, Quelle: Wikipedia |
Weder beißt die Nairobifly, noch sticht sie. Dennoch hat sie einen Verteidigungsmechanismus, der den Erhalt der Spezies gewährleisten soll. Bakterien im Körper des Käfers produzieren Pederin, eine starke organische Säure, die schon in geringsten Mengen die Zellteilung unterbindet und bei Hautkontakt zu einer Verbrennung führt, der Paederus Dermatitis. Die Krebsforschung hat wegen der hemmenden Wirkung auf die Zellteilung ein großes Interesse an dieser chemischen Verbindung, der Kontakt mit Pederin in der freien Natur ist allerdings eher unangenehm. Das Pederin wird frei gesetzt, wenn der Käfer zerquetscht wird, damit nutzt dieser Schutzmechanismus nicht dem Individuum, aber ähnlich dem Gift der Wespen, dem Erhalt der Spezies. Jedes Tier das den Käfer gekostet hat, wird von einem weiteren Versuch ablassen, da bin ich mir sicher.
| Paederus Dermatitis |
Bei Betrachtung von Bildern der Paederus Dermatitis im Netz, entdeckte ich identisch Symptome zu denen die ich an meinem Knöchel beobachten durfte. Es ist ja schön wenn man mitreden kann, aber auf diese Erfahrung hätte ich auch ganz gerne verzichtet. Inzwischen habe ich jedoch einige auch einfache Behandlungsmöglichkeiten gefunden. Colgate sei Dank, reibt man die Verbrennung frühzeitig mit Zahnpaste oder Essig ein, lässt das Brennen schnell nach und die Säure hinterlässt keine Narben. Das nächste mal weiß ich also was zu tun ist. Übrigens sind Paederus Käfer keine rein afrikanische Gattung, Verwandte der Nairobifly sind auf allen Kontinenten mit Ausnahme von Nordamerika beheimatet, auch in Europa.

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