| Frühstücksidylle |
| Zwergrüssel oder Tapirböckchen |
Kirkdikdiks haben viele Fressfeinde, und sind daher eigentlich besonders scheu. Hier im Mara Sarova Camp, haben sie sich jedoch an die Anwesenheit von Menschen gewöhnt und ergreifen erst dann die Flucht, wenn man sich ihnen zu nähern versucht. Daher können wir die Dikdiks auch von unserer Terasse aus wunderbar beobachten, wenn sie sich am Gras oder an Knospen und Blättern gütlich tun.
| Madoqua kirkii |
Häufig sehen ich die Kirkdikdik zu zweit. In der Regel ein Männchen und ein Weibchen, denn im Gegensatz zu anderen Antilopen leben Dikdiks monogam, in lebenslangen Partnerschaften. Das Männchen verteidigt ein Revier. Wenn sie eine Bedrohung wahrnehmen, verharren Dikdiks ersteinmal regungslos, lediglich das Männchen dreht den Kopf, schnüffelt und lauscht. Sollte es eine umittelbare Gefahr feststellen, wird das Männchen versuchen mit Warnrufen, von deren lautmalerischer Umschreibung sich der Name Dikdik ableitet, die Aufmersamkeit auf sich zu lenken und hakenschlagend wegzulaufen, während das Weibchen und gegebenenfalls die Jungtiere Deckung in den Büschen suchen. Dieses Verhalten konnte ich schon einige Male beobachten, wenn ich zur Kamera gegriffen habe.
Ihr Revier markieren die Dikdiks, nicht nur bei einem Eindringen von Artgenossen, sondern auch über allen anderen stärker riechenden Spuren. Ihre Angewohnheit ihren kleinen Kot auf dem von Elefanten zurückzulassen wurde in einer amüsanten Legende der Masai festgehalten, wonach ein Dikdik seinen eigenen Kot aufhäuft, in der Hoffnung den Elefanten eines Tages zu übertreffen. Zumindest übertrifft das Dikdik den Elefanten an Beliebtheit als Besucher bei meinem Frühstück auf der Terasse.
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